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Schuetze, Joerg (2000) Vertrauen in Daten - Vertrauen zum Termin: Umfragen - Gewichtungen - Manipulationen: Bankzufriedenheitsumfrage 1998. KF Universität Graz Dissertationen . Universität Graz, Graz.

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Abstract

In den Monaten April bis Juli 1998 wurde in Graz eine telefonische Bankzufriedenheitsumfrage mit Beratungsoption durchgeführt, aus der knapp 2500 zur Analyse Möglichkeiten und Grenzen der Kundenakquisition zur Verfügung stehen. Die angewandten statistischen Datenauswertungen stellen rigorose Anforderungen an die Art und Weise des Zustandekommens der Daten. Eine grundlegende Voraussetzung beim statistischen Inferenzschluss ist Repräsentativität im Sinne einer unverzerrten Zufallsauswahl einer Stichprobe, jedoch ist eine solche Idealsituation selten vorzufinden. In diesem Rahmen stellen Vergleiche mit internen und externen Daten sowie Gewichtungen ein Instrument dar, welches zur Absicherung von Aussagen bisher nur unzureichend bei Befragungen angewandt bzw. bei Anwendung methodisch nicht hinreichend hinterfragt wurde. Solche Ansätze zur Entzerrung eröffnen naturgemäß Manipulationsmöglichkeiten, die üblicherweise kaum thematisiert werden. Das Vorgehen hier konzentriert sich auf die Aufdeckung interviewerspezifischer Verzerrungen. Durch die Größe der Stichprobe vermag hier ein allgemeines Vorgehen für Umfragen demonstriert werden. Hier steht die Analyse der Stabilität der Größe bestimmter Kennzahlen, vergleichbar mit einer Sensibilitätsanalyse im Mittelpunkt. Es werden Vergleiche der Umfragedaten pro Interviewer mit externen Daten bei Anwendung verschiedener Gewichtungsverfahren vorgestellt. Dadurch ist es möglich, ein gewisses Vertrauen zu den Daten zu gewinnen, die eine weitere, folgerichtige Auswertung ermöglichen. Es gelingt hier, die Konsistenz der Arbeit zu zeigen: Manipulationen bzw. die Verzerrungen auf Interviewerebene können durch verschiedenste Vergleiche aufgezeigt werden, während sich bei einer alle Interviewer gleichzeitig einbezogenen Betrachtung diese aufgezeigten Verzerrungen weitgehend auflösen. Insgesamt liefert die Arbeit fundierte Hinweise für die Auswertung von Daten aus kleinen Stichproben. Hier ergibt sich eine besondere Relevanz für internetbasierte und telefonische Befragungen. Die Variablen Anlegertyp, Berufsgruppe, Alter und Geschlecht waren die wesentlichen Bestimmungsgrößen für ausreichendes Vertrauen zum Interview und zum Termin. Die Bedeutung des Telefons als Kontaktmittler, gerade für die jüngeren, vielleicht weniger risikoaversen Personen kommt bei dem Vergleich der tatsächlich zustande gekommenen Verträge zum Tragen.

Item Type: Book
Subjects: UNSPECIFIED
Divisions: UNSPECIFIED
Depositing User: Dr. Joerg Schuetze
Date Deposited: 25 Jun 2012 00:06
Last Modified: 25 Jun 2012 00:06
URI: http://opendepot.org/id/eprint/1165

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